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Wassermühlen
Rathewalder Mühle
Aktuell vom 18.05.2026
Abenteuerfaktor
Besucheraufkommen
Zum Mühlentag geöffnet.Vor Ort gibt es ein gastronomisches Angebot.Hier muss Eintritt entrichtet werden.Kann auch bei schlechtem Wetter besucht werden.Toiletten vorhanden.Auch im Winter ist ein Besuch möglich.Kein Bahnanschluss.Die Parkmöglichkeiten sind ein Stück entfernt. Man muss ggf eine kleine Wanderung einplanen. Gutes Schuhwerk erforderlich.
Die Rathewalder Mühle im Herzen der Sächsischen Schweiz verbindet auf faszinierende Weise die wilde Romantik des Elbsandsteingebirges mit einer jahrhundertealten Mühlengeschichte. Gelegen am Einstieg in den idyllischen Amselgrund und direkt am berühmten Malerweg, gilt dieses historische Ensemble als eine der ältesten Mühlenanlagen der gesamten Region. Die Ursprünge des Standorts im schattigen Tal des Grünbaches lassen sich bis in das ausgehende 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits im Jahr 1589 wurde eine neu erbaute Mahlmühle an diesem Ort urkundlich erwähnt. In ihrer Blütezeit im späten 19. Jahrhundert trieben vier große Wasserräder einen vielseitigen Komplex aus zwei Mahlmühlen, einer Sägemühle und einer Knochenmühle an.
Die Abgeschiedenheit des tiefen Tals verlieh der Mühle schon früh eine geheimnisvolle Aura, um die sich bis heute eine weithin bekannte Sage rankt. Demnach soll die Müllerin einst den Teufel beim Bau einer neuen Mühle überlistet haben, indem sie statt ihres Mannes einen verkleideten Esel im Morgengrauen aus dem Fenster schauen ließ. Neben den Mythen prägten jedoch auch reale Naturgewalten das Schicksal des Anwesens. Der sonst so ruhige Grünbach verwandelte sich nach Unwettern mehrfach in einen reißenden Strom. Besonders der verheerende Wolkenbruch im Mai 1906 richtete immense Schäden an den Gebäuden an, doch das Fundament trotzte den Fluten.
Mit der touristischen Erschließung der Sächsischen Schweiz wandelte sich die reine Produktionsstätte zu einem beliebten Ausflugsziel. Zwischen 1886 und 1919 machte der damalige Besitzer die Anlage als gemütliche Kuchenschänke überregional bekannt und empfing die ersten Wandersleute, die auf den Spuren der Romantiker die Felsenwelt erkundeten. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine Phase, in der die Gebäude als Ferienheime für Volkseigene Betriebe genutzt wurden, bevor der Mühlenbetrieb nach 1990 endgültig eingestellt wurde und die Anlage für einige Jahre in einen Dornröschenschlaf verfiel.
Ab dem Jahr 2005 begann eine neue Ära für das geschichtsträchtige Denkmal. Eine engagierte Familie übernahm das vom Verfall bedrohte Areal und sanierte es mit viel Liebe zum Detail und großem Enthusiasmus unter strengen Denkmalschutzauflagen. Es wurden neue Dachstühle aufgesetzt, Schieferfassaden originalgetreu erneuert und die historischen Fenster nach alten Vorlagen nachgebaut. Heute präsentiert sich die Rathewalder Mühle als lebendiges Kultur- und Naturdenkmal. Mit ihren gemütlichen Ferienwohnungen in der Jägerklause und der Sägestube sowie einem terrassenförmigen Biergarten unter schattigen Linden bietet sie modernen Wanderern und Kulturliebhabern eine Oase der Ruhe inmitten einer spektakulären Kulisse.
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