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Denkmale
Kulturdenkmal Wohnmühle Schmidt-Rottluff
Aktuell vom 18.05.2026
Abenteuerfaktor
Besucheraufkommen
Attribut fuehrungHier muss Eintritt entrichtet werden.Parkplätze vorhanden.Zum Mühlentag geöffnet.Mit der Bahn erreichbar.Man kann bis direkt zum Ziel fahren.Vor Ort gibt es kein gastronomisches Angebot.Nachts kein Zutritt oder zu gefährlich.Kann auch bei schlechtem Wetter besucht werden.
Die Mühle Rottluff in Chemnitz verbindet auf einzigartige Weise regionale Industriegeschichte mit der Biografie eines weltberühmten Künstlers. Der geschichtsträchtige Standort einer Wassermühle am heutigen Pleißenbach lässt sich urkundlich bis ins Jahr 1548 zurückverfolgen. Im Jahr 1883 erwarb der Mühlenwerksführer Friedrich August Schmidt das Anwesen, auf dem im darauffolgenden Jahr sein Sohn Karl Schmidt geboren wurde. Dieser erlangte später unter dem Namen Karl Schmidt-Rottluff als Mitbegründer der berühmten expressionistischen Künstlergemeinschaft Brücke weltweite Bekanntheit und lebte bis 1905 in der elterlichen Wohnmühle.
Nachdem ein verheerender Brand die alte Mühle im Jahr 1892 zerstört hatte, wurde das Gebäude in den Jahren 1893 und 1894 als moderne Dampfmühle mitsamt einer Familienwohnung neu aufgebaut. Später stellte man den Betrieb auf einen Elektromotor um und stattete die Anlage mit vier Walzenstühlen aus. Bis heute sind fast alle historischen technischen Details wie die Mahlgänge, Walzenstühle und Transmissionen originalgetreu erhalten, was das Gebäude zu einem der größten noch existierenden technischen Denkmäler dieser Art im Raum Chemnitz macht. Zu ihren aktiven Zeiten belieferte die Mühle zahlreiche Bäckereien in der Umgebung.
Im Jahr 1913 verkaufte die Familie Schmidt die Mühle aus gesundheitlichen Gründen an Paul Kaden, einen Mitbegründer der Sächsischen Brotfabrik-Union. In den 1930er Jahren bauten die neuen Besitzer ein Getreidesilo in den ehemaligen Wohnbereich der Familie Schmidt ein. Dieser Umbau erwies sich im Nachhinein als Glücksfall für die Denkmalpflege, da durch das Einziehen neuer Wände die ursprünglichen Wandfassungen der Familie Schmidt geschützt wurden und somit bis heute überdauern konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage als Mischfutterwerk genutzt und schließlich um 1980 stillgelegt, woraufhin sie bereits zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Nach einer wechselvollen Phase des Leerstands und drohenden Verfalls nach der politischen Wende nutzte die Stadt Chemnitz im Jahr 2007 ihr Vorkaufsrecht, um das geschichtsträchtige Gebäude zu retten. In den folgenden Jahren wurden Dach, Fassaden und Decken umfassend saniert. Seit 2014 engagiert sich der Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. intensiv für das Areal und investierte mithilfe von Fördergeldern und Spenden erhebliche Mittel in die detailgetreue Restaurierung. Als zentraler Bestandteil des Karl-Schmidt-Rottluff-Ensembles wurde die historische Wohnmühle im Dezember 2024 feierlich eröffnet und lädt Kultur- und Technikinteressierte zu einer faszinierenden Zeitreise ein.
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